Nach Patitiri und Chora

Die Fähre hat eine halbe Stunde Verspätung, als wir unser Ziel Patitiri, den Hafenort der Insel Alonnisos erreichen. Trotzdem erwartet mich Ioanna, meine Vermieterin. Ich hatte schon im Sommer ein Zimmer mit Meerblick in der Pension "Galazios Koplos" gebucht, für 27 Euro die Nacht. Dass die etwas mädchenhafte Dekoration des Zimmers nicht meinem Geschmack entsprach: geschenkt, ich wollte dort nur fünf Nächte wohnen und mich nicht einkaufen. Theo, der sich erst vor ein paar Wochen dazu entschlossen hatte, sich mir anzuschließen, hatte noch nichts gebucht: über den direkten Kontakt kam keine Antwort, und bei booking hätte er nicht mehr kostenfrei stornieren können. Allerdings hatte ich Ioanna vor ein paar Tagen mitgeteilt, dass ein Freund mitreisen würde, und ebenfalls ein Zimmer brauchen würde. Und sie hatte dann sogar eines mit Meerblick versprochen. Spätestens da hätte ich wohl erwähnen sollen, dass Theo mit Treppenstufen ein Problem hat, aber Theo hatte dies abgelehnt.

Das sieht er nun vermutlich anders, als Ioanna sich nach sehr knapper Begrüßung seines nicht ganz kleinen Trolleys bemächtigt und diesen vom Anleger über zahlreichen Treppenstufen Richtung Quartier zerrt. Aus unerfindlichen Gründen hatte Theo gedacht, sie würde uns mit dem Auto abholen. Und ich hatte gedacht, das Schiff würde in der Hafenbucht anlegen, von wo ein flacher Weg auf den Hügel führt, und nicht am Anleger südlich des Kavos-Felsens, auf dem unser Quartier liegt.

Dass Ioanna mit seinem Trolley nicht so pfleglich umgeht (nicht am Zuggestell tragen, das geht kaputt!) und ihm treppauf davonrennt - ich mit meinem Gepäck so gut ich kann hinterher - erregt sein Missfallen im gleichen Maße wie die letzten Treppen am Haus, die kein Geländer haben. Und die Raumausstattung des Zimmers, das sie uns zeigt. Und später die Duschkabine, die keine Gäste im Überformat einläßt.

Als sie dann aber meint, es gäbe ein Problem mit dem zweiten Zimmer, und wir hätten doch sicher nichts dagegen wenn wir für eine Nacht ein Zimmer teilen würden, das Zimmer habe ja Doppelbett und Couch, bin ich auch etwas ungehalten. Mein promptes Ochi überzeugt sie aber, sie verschwindet wortlos. Diese Touristen haben auch Ansprüche ... Nach ein paar Minuten kommt sie wieder und schließt das Nachbarzimmer auf: gleiche Größe und mit zwei Einzelbetten, und auch keineswegs bewohnt, wie ich gedacht hatte. Es geht nun plötzlich doch, dass wir die beiden Zimmer nebeneinander gleich bekommen (alle anderen haben keinen Meerblick), und die trennende Türe auf dem Balkon lässt sich sogar öffnen, so dass dem gemeinsamen Frühstück dort auch nichts entgegensteht.

 

Und zu meiner großen Freude sind die großen Bäume vor dem Balkon erst in letzter Zeit so gestutzt wurden, dass die freien Sicht auf den Hafen kaum versperrt ist. Ich finde das Zimmer also nahezu perfekt, und werde mich von Theos Mißlaune auch nicht davon abbringen lassen. Allenfalls davon, dass Ioanna beim Putzen, das sehr gründlich geschieht, meine Sachen umsortiert.

Auf die Schnelle hat sie uns noch erklärt, wo die schönsten Strände sind, es um die Zeit noch geöffnete Lokale gibt (außer in Patitiri in Chora, Steni Vala und Votsi), dass kein Bus und kein Ausflugsschiff mehr fährt, aber es mehrere Autoverleiher im Ort gibt. Dann ist sie geflohen, mit dem Verweis auf die Klingel wenn wir etwas brauchen - sie wohne einen Stock tiefer. Ich schätze, sie hatte Angst vor Theo.

So, da sitzen wir nun also am frühen Nachmittag in Patitiri, das Wetter ist immer noch grau, und wir haben Hunger. Zum Glück führt hinab zum Ortskern mit Hafen und diversen Lokalen ein langer Pflasterweg, der nur von gelegentlichen Stufen unterbrochen und damit auch für Theo zu bewältigen ist. Eine Straße gibt es auch hierher, sie verläuft aber in einem weiten Bogen von der Rückseite her, und man muss zuerst ganz aus dem Ort heraus. Logisch, dass Ioanna diese Möglichkeit nicht in Betracht gezogen hat.

 

Heute ist der 4. Oktober, und ich bin überrascht, dass noch einige Tavernen und Cafés am Hafen geöffnet haben. Ich hatte damit gerechnet, dass schon alles hochgeklappt ist. Wir wählen das "Archipelagos" aus, und dort die Fava, Taramosalata und Melitzanokeftedes. Letztere sind ziemlich dunkel frittiert und vollkommen geschmacksneutral - was hätte man von Auberginenbällchen auch anderes erwarten können? Zur Stimmungsaufhellung trägt das Essen also nur verhalten bei.

 

Direkt vor dem Lokal beginnt ein kleiner Strand von schuttartiger Oberfläche, der sich vor den weitgehend verschlossenen Häusern (die Bars werden uns des Nachts am Wochenende mit lautstarker Musik beglücken) nach Westen zieht. Auf dem Schotter liegt ein schwarzgrauer Sack. Heh, nein, das ist eine Robbe! Eine Mittelmeer-Mönchsrobbe! Lebt die noch? Oder ist sie einen Attrappe? Vorsichtig nähern wir uns dem Tier, das gerade auch von einer Gruppe Italiener entdeckt wurde. Wir umstehen die Robbe, die wir offenbar in ihrem Mittagsschlaf gestört haben, in respektvollem Abstand. Doch, sie ist echt und lebt noch, blinzelt unwillig zu uns hinüber, schnaubt. Es muss sich um ein (weibliches) Jungtier handeln, denn es ist nicht sehr groß, vielleicht eineinhalb Meter lang. Bis zu 2 Meter 40 werden die erwachsenen Tiere.

 

Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist eines der seltensten Tiere Europas, es soll nur 350 bis 450 Exemplare geben. Um diesen Bestand zu vergrößern, hat man den Meeresnationalpark Nördliche Sporaden eingerichtet, in den (und zu den unbewohnten Nachbarinseln Peristéra, Kyra Panagia, Gioura, Piperi und weiteren) jetzt in der Nachsaison leider keine Ausflugsboote mehr fahren. Da finde ich es umso netter, dass sich die Robbe hierher verirrt hat. Aber normal ist das nicht, entweder ist sie zahm, oder krank. In der Vergangenheit wurden sie oft von Fischern als unliebsame Konkurrenten um die gemeinsame Beute Fisch getötet oder vertrieben. Dank der strengen Schutzbestrebungen hat sich der Bestand aber wieder erholt, und die Tiere sind offenbar auch weniger scheu geworden.

Auf der Website www.mom.gr gibt es viele Informationen über die griechische Mittelmeer-Mönchsrobben (Mediterranean monk seal) und deren Schutz.

 

Wie wir noch andächtig um das Tier herumstehen, kommen ein paar Griechen daher. Sie sind weniger zurückhaltend als wir, ein junger Mann stupst die Robbe heftig an: Heh, beweg dich mal! Die Robbe blökt auf, dreht ungehalten den Kopf als wollte sie nach ihm schnappen, grunzt. Und türmt zügig ins Meer, wo sie abtaucht. Idiot, der junge Mann! Man fasst doch Wildtiere nicht an. Was hat er sich erwartet?

Ich stehe immer noch etwas fassungslos da und gucke, ob ich sie wieder auftauchen sehe. Nein, sie erscheint nicht wieder. Schade!

Alonnisos schmückt sich mit dem Attribut "plastiktütenfreie Insel", was bei uns im Vorfeld Spekulationen über die Bestückung der Toiletteneimer ausgelöst hatte. Da waren wir fast schon enttäuscht, dass dieser in unserem Zimmer, wie überall sonst auch, mit einer Plastiktüte ausgestattet war. Anders ist es in dem kleinen Mini-Markt am Hafen, neben dem Reisebüro Albedo Travel. Dort verweigert man uns das Kunststoffprodukt, und weil ich meine Stofftasche im Zimmer vergessen habe, leihe ich mir den Einkaufskorb aus, um unsere Einkäufe ins Quartier zu schleppen. Absurderweise auch zwei große Plastikflaschen Wasser darunter, denn Ioanna hat empfohlen, das Leitungswasser nicht zu trinken.

 

Alonnisos ist nicht so regenverwöhnt wie die Nachbarinseln, schon im Juni war von den Problemen zahlreicher Inseln der Ägäis mit der anhaltenden Trockenheit zu lesen, von der auch Alonnisos betroffen sei. Dabei hat man sogar extra ein großes Regenrückhaltebecken im Inselinneren angelegt um diesem Problem zu begegnen.

Im Januar 2017 lag die Alonnisos übrigens unter einem dicken Schneeschicht, aus dem Flugzeug konnte ich das zufällig dokumentieren.

 

Ansonsten gibt es in Nähe der Paralia noch zwei Bäckereien, aber das Einkaufsleben der Einheimischen spielt sich im oberen Ortsteil Richtung Votsi ab, wo mehrere Supermärkte, Bäcker und Obst- und Gemüseläden miteinander konkurrieren. Plastiktüten gibt es hier so viele man will, für vier Cent das Stück. Das Plastikverbot scheint mehr eine Schutzbehauptung für die Touristen zu sein.

Alonnisos 12. Januar 2017
Alonnisos 12. Januar 2017

Zum Abendessen sind wir im "To Kamaki", einer Ouzeri abseits des Hafens an der Straße ins Inselinnere. Die von mir bestellt Loukaniko ist wunderbar grob und würzig, und sehr fettig, Theos Kabeljau kann ihm die Augen und den Magen nicht füllen. Es ist nicht immer leicht, Theos Mit-Esser zu sein.

 

*

 

In der Nacht war es kühl, ich frage am Morgen nach einer zusätzlichen Decke nachdem ich keine im Schrank gefunden habe. Kein Problem, die Decke ist ab Abend da.

Mit unserer gestern gekauften Frühstücksausstattung und frisch beim Bäcker erstandenem Gebäck gönnen wir uns ein gemütliches Frühstück auf dem Balkon, besprechen dabei die Pläne für den Tag. Ich würde gerne hinauf nach Chora wandern, und weiter auf den Kalovounos. Die Wegbeschaffenheit wird nichts für Theos Knie sein, aber nach Chora will er auch. Allerdings wird er die Straße wählen, wir werden uns dann irgendwann und irgendwo dort treffen. Dank moderner Kommunikationsmittel - auch Theo hat längst ein Handy - kein Problem.

 

Gegen elf Uhr marschiere ich los, suche das Monopati, das an der westlichen Hauptstraße oberhalb der Pension "Villa Galini" abzweigt. Der Fußweg ist sogar beschildert und führt zunächst einiger Gärten entlang, danach aufwärts. Immer wieder ist er schön gepflastert. Die roten Beeren von Stechwinden und Mastix vermischen am Wegrand. Es ist sonnig heute, mit etwas Wind. Gut zum Wandern.

Nach einer Viertelstunde wird der Blick nach vorne frei, und ich sehe die Chora. Der Ort erstreckt sich über zwei Hügel. Bei einem Erdbeben 1965 wurde die Infrastruktur der Stadt schwer zerstört, und weil der Staat sowieso den Umzug der Einwohner an die Küste nach Patitiri forcierte, verließen viele die alte Inselhauptstadt. Später kamen Aussteiger und Touristen und entdeckten der Ort wieder, kauften Ruinen und bauten neue Häuser. So ist der Ort heute wieder ziemlich groß, und ich finde ihn überraschend belebt, als ich nach einer knappen Stunde Gehzeit die Platia im unteren Ortsteil bei einem kleinen Park erreiche. Hier ist auch die Bushaltestelle, aber im Oktober fahren keine Busse mehr.

Die Taverne "Panselinos" ist geöffnet, gut zu wissen. Ich wandere aber weiter, passiere eine unverputzte Kirche und einen weiteren hübschen Platz mit einem Café bei einem Maulbeerbaum.

 

Ich bin gerade richtig gut eingelaufen, und werde ohne Pause zum Berggipfel weitergehen. Dazu verlasse ich den Ort am Friedhof vorbei nach Westen, biege auf die Straße nach Mikros Mourtias ab, und verlasse sie wenig später, als rechts der schmale, aber gut erkennbare Fußweg zum Kalovoulos abzweigt. Ein deutsches Paar haben ich überholt, aber sie sind wohl zum Strand abgebogen, denn sie erscheinen nicht am Berg.

Der Weg geht eher sanft bergan, die Vegetation ist niedrig und vertraut: Heidekraut, Mastix, kleine Kiefern, Erdbeerbäume. Ein Raubvogel kreist über mir. Blicke ich zurück, so sehe ich nun Chora unter mir, dahinter die Umrisse weiterer Inseln: Dio Adelphi und Skantzoura. Ob man dahinter Skyros sehen kann, oder bilde ich mir das ein?

Nach einer halben Stunde ab dem Friedhof erreiche ich ein kleines Felsenplateau. Hier macht der Weg einen scharfen Knick nach rechts und verläuft über Steine durch einen niedrigen Wald bis zum Gipfel. Nun hat man auch Aussicht auf die andere Seite, Richtung Skopelos und den dazwischenliegenden Inseln Agios Georgios und Mikro. Vorhin ist die "Protefs" übers Meer gepflügt, nun folgt ihr die "Express Skiathos" und gibt bei der Passage von Agios Georgios ein gutes Bild ab.

Ein paar Meter unterhalb des Gipfels gibt es einen überdachten Sitzplatz, dort stelle ich meinen Rucksack ab, ehe es befreit auf den Gipfel geht. 325 Meter ist er hoch, mit einer Betonsäule markiert, und nicht der höchste Inselberg. Der heißt Kouvouli, ist 425 Meter hoch und liegt im Inselnorden. Der Name "Profitis Ilias" für den höchsten Inselberg hat sich auf den Sporaden offenbar nicht durchgesetzt, trotzdem geht eine Gipfel-SMS nach Köln.

Es ist wunderbar hier oben, und nachdem ich das Panorama ausgiebig genossen habe, fege ich die Ziegenköttel von der Picknickbank und strecke mich für ein kleines Nickerchen aus. Ich würde noch eine Weile bleiben, aber Theo hat inzwischen auf der Straße die Chora erreicht und sitzt im Panselinos. Eine Weile kann ich ihn noch warten lassen, dann geht es zügig an den Abstieg.

Auf den ersten Meter im steinigen Gelände komme ich vom richtigen Weg ab, stolpere, reiße mich zusammen, stolpere wieder. Heh, aufpassen, Konzentration, auch (oder gerade) beim Abstieg! Durchatmen, und schön langsam weiter.

Ab dem Plateau ist der Weg wieder bequem, nun geht es gut. Eine halbe Stunde später bin ich wieder am Friedhof, und fünf Minuten darauf im "Panselinos", wo mir Theo im gut gefüllten Lokal einen Platz freigehalten hat. Es ist jetzt halb drei, ich war doch fast eine Stunde auf dem Gipfel.

Am Nachbartisch wird üppig getafelt, eine russische Großfamilie. Da bekommen wir auch Hunger, bestellen sautierte Pilze und Tsatsiki. Dazu ein kühles Radler, und die Welt ist schön.

Doch, hier kann man es aushalten. Mit der fortgeschrittenen Mittagszeit stellt sich eine gewissen Müdigkeit ein. Jetzt irgendwo ein Nickerchen?

Theo wollte eigentlich mit dem Taxi nach Patitiri hinab, aber bei dem schönen Wetter wäre das schade, und so wird er wieder zu Fuß auf der Straße hinab wandern. Ich habe die Oberstadt noch nicht gesehen, und will das nachholen. Dann auf dem Fußweg hinab, vielleicht mit ein, zwei Schlenkern Richtung Süden. So trennen wir uns wieder, ich gehe aufwärts, er abwärts.

 

Ein breiter, schön gepflasterter Weg führt vorbei an einem Denkmal. Am 15.8.1944 wurden hier neun Einheimische aus nichtigen Gründen von deutschen Truppen ermordet. Immer wieder diese Mahnmale, es ist fürchterlich, wie die Landsleute in Griechenland gehaust haben.

Die Oberstadt macht einen gepflegten, fast schon zu neuen, aber auch verlassenen Eindruck. Sie ist größer als gedacht, und wieder mal fühle ich mich an die Kykladen erinnert. An der höchsten Stelle gibt es so etwas wie ein Kastroviertel, und darin, mit schöner Aussicht, zwei gut besuchte Cafés. Schade, dass ich schon satt bin. Theo, ich finde, du hast hier was verpasst. Andererseits gibt es reichlich Stufen hier herauf zu erklimmen.

Im Übergang zum unteren Ortsteil haben zwei Boutiquen geöffnet. Schlussverkauf, nächste Woche ist alles zu. Es gibt hübsche Sachen, und so wandert ein Shirt in meinen Rucksack.

Nun aber nach Patitiri, zunächst nehme ich den gleich Weg wie aufwärts, biege dann aber nach dem ersten Stück rechts auf eine Straße ab. Sie zieht sich in einem weiten Bogen durch das Gebiet, das auf der Karte mit "Paleochorafina" bezeichnet ist: Felder und Haine, später Wald. Zum Glück habe ich eine Karte dabei, denn es gibt viele Abzweigungen und Kreuzungen. Eigentlich wollte ich an der Betonruine vorbei, die westlich über dem Ort thront und von unserem Balkon aus gut sichtbar ist. Aber da hab ich wohl eine Abbiegung zu früh genommen, und komme schließlich auf einer sehr steilen Straße gegen halb sechs wieder auf die westliche Hauptstraße und zur Paralia hinab. Entlang der gut belegten Marina (da sind doch tatsächlich die 14 britischen Segelboote wieder, die ich von Skopelos her kenne) gehe ich bis zum riesigen Anleger, an dessen Rand etwas verloren das kleine Hafencafé steht und mich zu einem Frappé-To-Go inspiriert, den ich auf unserem Balkon genieße nachdem ich die Direttissima den Stufenweg hinauf genommen habe.

 

Soll ich jetzt noch einkaufen, oder hat Theo das er schon erledigt? Er hat, auch wenn der Transport der Einkäufe ihn vor eine ziemliche Herausforderung gestellt hat, da die Straße, die vom oberen Ortsteil mit den Läden, der Schule und dem Rathaus zu der Hotelmeile auf dem Kavos-Hügel führt, an einer Stelle sehr abschüssig ist. Immerhin hat er die ersehnten Plastiktüten bekommen und braucht nun keine Mönchsrobbe zu harpunieren, wie vorab angekündigt.

Am Abend fällt unsere Lokalwahl auf das "Tzitzifia", dass überraschend voll und fast ausschließlich von Einheimischen belegt ist. Meine Spaghetti mit Alonnisos-Thunfisch sind eine Riesenportion, aber sehr gut, so dass kein Nüdelchen übrigbleibt. Bin ja auch ordentlich unterwegs gewesen heute.

Theo ist mit seinem Auberginensalat mäßig zufrieden, die Käsekroketten lässt er übrig. Wieder nichts mit dem guten Essen. Schwierig hier auf der Insel.

Das mir mehrfach empfohlene Lokal "Helios" kann ich nicht finden, es scheint schon geschlossen zu haben, obwohl im Reiseführer steht, es hätte den Winter über geöffnet. Pech.

 

Aber trotzdem sitzt man hier im "Tzitzifia" nett, wo peu à peu noch ganze Gruppen Griechen eintrudeln. Angenehm lebendig ist das.

Dann wollen wir morgen mal gucken wie so der Rest der Insel aussieht.