Wieder nach Sikinos

Neulich wurden bei In-Greece Fragen nach Sikinos laut. Und es gab bescheidenen Antworten: viel gäbe es dort nicht zu sehen, man würde unten wohnen, und oben essen, und solle die Winery besichtigen. Hoppla, hab ich gedacht, sonst nichts? War da nicht noch etwas mehr?

 

Unser letzter Besuch auf dem eher unbekannten Eiland war neun Jahre her und fand in der absoluten Vorsaison Anfang Mai statt, über Ostern. Und schon damals hatte uns Sikinos gefallen. So war es nicht schwer, die Begleiterin für einen erneuten Besuch von Sikinos zu gewinnen.

Wir flogen nach Athen, übernachteten in Piräus im Hotel Anita/Argo (komisch: immer wenn ich das Zimmer im Hotel Anita gebucht hatte, bekamen wir eines im Argo, und andersherum. Auch dieses Mal), fuhren am Freitagnachmittag nach Athen hinein und besuchten das Akropolis-Museum, das freitags bis 22 Uhr geöffnet hat. Besonders sehenswert dann der Blick auf die beleuchtete Akropolis, angenehm die klimatisierten Räume, und überraschend die dann doch recht zahlreichen Exponate. Das Parthenon-Fries (oder was davon da ist) hat mich dann aber nicht soo beeindruckt. Vielleicht sollte man da gar nicht so nahe dran kommen….

 

Um 7.25 Uhr am Samstagmorgen legte die Fähre nach Sikinos ab (Preis pro Person € 30,-). Eigentlich hätte es die „Agios Georgios“ von Ventouris sein sollen, die war aber wegen gefälschter russischer Sicherheitszertifikate Anfang September aus dem Verkehr gezogen worden. Als Ersatz wurde zum Glück rasch die „Express Pegasus“ beschafft, und mit der fuhren wir dann pünktlich in Piräus ab während gerade das riesige Kreuzfahrtschiff „Queen Victoria“ anlegte. Sieben Stunden Fahrtzeit waren veranschlagt, aber unterwegs würde sich die Fähre eine knappe Stunde Verspätung einhandeln. Überrascht war ich, wie weit weg von Attika sich die Fähre entfernte, und als wir später eine Insel passierte, auf der es nur eine Straße und einen Leuchtturm zu geben schien, wusste ich nicht wie sie heißt (es handelt sich um Agios Georgios).

Serifos umfuhren wir westlich und legten dort nach fünf Stunden Fahrt zum ersten Mal an. Extrem windig scheint diese Bucht zu sein, und die Zahl der Häuser entlang der Bucht von Livadi hat auch zugenommen, natürlich.  Nach Sifnos war es nur ein Katzensprung, und ich freute mich schon darauf, hier in eineinhalb Wochen für ein paar Tage zu bleiben.  Eine silberglänzende Yacht wie ein gestrandeter Zeppelin lag dort – es gibt immer noch Griechen mit viel Geld…. Noch ein weiterer Stopp auf Folegandros folgte, von Ano Meria blitzten heftige reflektierende Spiegel hinab.

Wir kommen ins Gespräch mit einer Frau aus Stuttgart, auch sie hat Sikinos als Ziel, reist zusammen mit einer griechischen Freundin. Wir werden noch feststellen, dass Sikinos eine „deutsche“ (oder deutschsprachige) Insel ist – Landsleute (sowie Schweizer) werden den Großteil der Touristen dort stellen. Um halb vier Uhr legt die Fähre dann in Alopronia, dem Hafenort von Sikinos an. Bei unserem letzten Aufenthalt hatten wir bei „Flora“ an der Straße nach Chora oberhalb von Alopronia gut gewohnt, aber nun wollten wir lieber direkt am Meer sein. Vorab hatte ich eine Unterkunft im „Ostria“ oder von „Loukas“ ins Auge gefasst, allerdings haben beide Vermieter Zimmer an verschiedenen Stellen von Alopronia, und nicht unbedingt am Meer. Mal sehen wer an den Hafen kommt.

Wir gehen von Bord, und gegenüber, auf der anderen Seite der runden Bucht fällt mir ein Haus mit der Aufschrift „Maïstrali“ ins Auge, direkt über dem Ufer. Und als dann auch noch eine junge Frau mit einem Maïstrali-Schild da steht, ist die Sache für mich entschieden („Galini“ sowie „Loukas“ waren auch am Hafen vertreten). Ich spreche die junge Frau an und frage nach einem Zimmer mit Meerblick, deute hinüber auf das Haus. Ja, sie hätte ein Zimmer, 30 Euro mit Frühstück. Ich sage zu, ihr Mann lädt unser Gepäck in einen Smart, sie uns in ihren SUV und fährt uns, na, bis zum Strandende. Ab dort ist die Straße zu schmal für eine derart überdimensionierte Karre (die man auf dieser Insel allenfalls braucht wenn man zur Panagia Sykia fahren will…), wir steigen aus und gehen zu Fuß bis zum „Maïstrali“, wo sie uns ein sehr chic eingerichtetes Zimmer zeigt, allerdings ohne Meerblick (oder mit seitlichem).

Natürlich weiß sie, dass ich nach Meerblick fragen werde, und offeriert mir auf meine Nachfrage auch ein edel eingerichtetes schmales Zimmer mit Balkon direkt über dem Meer. Das kostet aber 40 Euro. Trick 17, aber natürlich nehmen wir das teurere Zimmer, nobel eingerichtet mit Flachbildschirm, Kartenschlüssel (Vorsicht: Ausschließgefahr!), Klimaanlage, Deckenventilator, Designerbad, und saloonartigen Schwingtüren ins dasselbe, die so stramm und rückstoßverdächtig sind, dass sich die Mutter bis zum Ende des Aufenthaltes nicht mit ihnen anfreunden wird. Kochmöglichkeit gibt es keine, dazu ist das Zimmer zu klein.

 

Direkt vor dem Haus ist eine Plattform mit einer Leiter ins Meer, ein privater Badeplatz fast. Wenn wir Frühstück wollten (ab neun Uhr), oder sonst einen Wunsch hätten: an der Rezeption ist eine Klingel – wir sollen einfach läuten: die Vermieter wohnen im Untergeschoß. Das Haus verfügt über fünf Zimmer, von denen drei zum Meer blicken, wir haben das mittlere. Die Nachbarzimmer sind beide belegt, das ist schade, denn meine Freundin Susanne möchte morgen nach Sikinos kommen, ob sie auch Land-View nimmt?

Das junge Besitzerpaar weist uns auch noch auf ihr im Sommer neu eröffnetes Café namens „Kápari“ in Chora hin. Sie hatten viel zu arbeiten im Sommer, die Krise hat hier anscheinend Pause gemacht. Die junge Frau ist von der Insel, ihr Mann vom Festland. Den Winter verbringen sie – wie viele Sikinioten - in Athen.

Später haben wir Zeit, uns Alopronia anzusehen. Der gepflegte Sandstrand gefällt uns gut, es geht ganz flach hinein. Haben wir nicht annähernd so schön in Erinnerung. Entlang des Strandes hat es ein knappes Dutzend Sonnenschirme, jeweils mit einer Bank darunter – eine kostenlose Aufmerksamkeit der Gemeinde Sikinos. Auch einige Tamarisken bieten Schatten. Seit unserem letzten Aufenthalt scheint sich die Insel angenehm herausgeputzt zu haben. Neue Unterkünfte liegen oberhalb der Straße, neue Privathäuser hat es auch, aber alles noch in einem überschaubaren Maß und sympathisch.

Zu der damals einzigen geöffneten Taverne „Meltemi“ ist noch die Taverne von „Loukas“ hinzugekommen, die sich auch in eine schattige Ecke des Strandes ausbreitet. Floras Minimarkt gibt es auch noch, wo ich mir gleich die Terrain-Karte Nr. 317 „Sikinos“ kaufe. Und das Rock-Cafe oberhalb des Anlegers, macht ab später einen geschlossenen Eindruck obwohl doch Samstag ist.

Alopronia
Alopronia

Gegenüber von Floras Supermarkt (Flora hätte ich übrigens nicht mehr erkannt!) hängt der Busfahrplan: acht tägliche Verbindungen zwischen Alopronia und Chora sind noch verzeichnet, eine weiter zur „Winery“ und zwei zum Agios Georgios-Strand (was sich als nicht ganz wahrheitsgemäß herausstellen wird). Fahrtpreis jeweils ein Euro sechzig.

 

Am Anleger steht nun ein kleines Häuschen, in dem sich ein Ticketbüro befindet. Eine Stunde vor der Abfahrt eines Schiffes ist es geöffnet. Auf einer Tafel sind die aktuellen Abfahrten an den einzelnen Wochentagen aufgeführt. Eher ein Schattendasein führt dagegen der kleine Fischerhafen zwischen dem Anleger und dem Strand, viel ist dort selten los, einen Fischer sehen wir allerdings öfters.

 

Gegen halb sieben kommt dann noch ein Schiff: es ist die „Aqua Spirit“ der NEL. Sie kommt von Syros, Paros und Naxos und wäre unsere Alternative gewesen falls es wegen der Sperre für die „Agios Georgios“ keine Direktverbindung ab Piräus gegeben hätte. Das Schiff ist noch neu in der Ägäis, es fährt erst seit August hier, vorher war es in Schweden unterwegs. Es ist überraschend klein (echte NEL-Tradition), aber das ist durchaus sinnvoll, denn es fährt eine Zick-Zack-Route durch die südliche Ägäis, die subventioniert und selten ausgelastet ist. Vorher fuhr hier – gedrosselt – der Katamaran „Aiolos Kenteris II“ – was für eine Spritverschwendung!

Es gehen nur wenige Leute von Bord, die Zimmervermieter von „Loukas“ und „Galini“ gehen leer aus.

Dafür steuern zwei Katamaransegelboote kurz darauf die Hafenbucht an, machen Seite an Seite in deren Mitte fest. Laut Beflaggung handelt es sich um Australier. Erstaunlich: kommen vom anderen Ende der Welt, chartern hier zwei Katamarane und landen dann für eine Nacht im beschaulichen und unbekannten Sikinos. Da kann Geld keine Rolle spielen….

Wir treffen die Australier später in der Taverne „Meltemi“, die laut MM-Führer außerhalb der Saison nicht mehr täglich geöffnet sei. Bei uns ist sie es, aber das wissen wir da noch nicht, und so lassen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen, dort zu essen. Die Speisenauswahl ist begrenzt, wir wählen Juwetzi und Souzoukakia. Das Essen ist ordentlich, bodenständig ohne Schnickschnack, die Hauptspeisen kosten acht und neun Euro. Den Wirt, der uns bedient, haben wir noch gut in Erinnerung.

Vierzehn Katamaran-Australier tafeln neben uns an einem langen Tisch, sie werden morgen wieder weg sein. Die anderen Tische sind belegt durch je ein deutsch-österreichisches Paar, ein älteres deutsches Paar und einen einzelreisenden Franzosen. Wir werden uns alle in den nächsten Tagen immer mal wiedersehen. Der Mann von deutsch-österreichischen Paar fotografiert denn leeren Tisch nachdem die Segler weg sind – kein Vergleich dazu, wenn eine griechische Parea hier getafelt hätte. Aber es ist keine da, obwohl doch Samstagabend ist. Müssen dann wohl nebenan im „Loukas“ sitzen. Nein, auch dort ist die Gästezahl überschaubar. Das muss die Krise sein….

 

Zurück auf dem Zimmer müssen wir noch Stechmücken jagen. Leider gerne ein Problem bei ufernahen Quartieren. Warum wir Tage später in windigen Apollonia auf Sifnos auch so viele Blutsauger haben werden, werde ich aber nicht verstehen.

Am Sonntagvormittag probieren wir aus wie das mit der Klingel und dem Frühstück funktioniert. Ich klingle, und kurz darauf steht unsere Wirtin da (zu meiner Schande weiß ich nicht ihren Namen!) und fragt wo wir frühstücken wollen. Natürlich auf dem Balkon, wobei die schattige Terrasse auf der Landseite auch ein schönes Plätzchen ist. Sie bringt dann auf einem Tablett Kaffee, für jeden einen heißen Käse-Schinken-Toast, zwei kleine süße Teilchen und zwei Gläser Orangensaft . Nicht wirklich genug für Üppigfrühstücker, aber uns reicht es schon. Ansonsten könnten wir das Frühstück auch selbst erweitern, ein Kühlschrank ist im Zimmer.

Die Nachbarn auf der einen Seite reisen ab, es wird also wieder ein Zimmer auf der Meerseite frei. Ich frage, was es als Einzelzimmer kostet – 35 Euro. Einzelreisende leben einfach teurer in Griechenland, aber immerhin muss man als Individualreisender nicht immer automatisch die schlechtesten Zimmer nehmen.

 

Gegen dreiviertel elf kommt die „Express Pegasos“ von Ios, und mit ihr kommt Susanne. Wir holen sie natürlich am Hafen ab, und vermitteln sie an unsere Wirtsleute, die mit dem Smart samt Gepäck mitnehmen. Wir kaufen noch Wasser ein ehe wir zu Fuß nachkommen und erst einmal einen ausgiebigen Erfahrungsaustausch pflegen.

Wir beschließen dann, am späten Nachmittag hinauf nach Chora zu fahren, dort zu bummeln und zu essen. Der letzte Bus fährt ja erst um 22 Uhr hinunter. Vorher probieren wir den Badeplatz vor dem Haus aus. Die Leiter, die von der Plattform ins Meer führt, ist etwas kurz und glitschig, man muss aufpassen. Auch, weil es da Rand einige Seeigel hat…. Aber das Meer ist absolut wunderbar und mit 24°C auch noch angenehm temperiert.

 

Pünktlich ist der Bus um 17.45 Uhr hinauf nach Chora nicht – er fährt einfach früher! Das wird er auch in den nächsten Tagen immer mal wieder tun. Es gilt, rechtzeitig da zu sein wenn man mit will. Tickets werden zehn Minuten später beim Aussteigen oben verkauft, und nur die Touristen bekommen vom Fahrer tatsächlich auch ein Papierticket in die Hand gedrückt.

 

Am Buswendeplatz befand sich die Taverne „Iliovasilema“ – die scheint es unter diesem Namen nicht mehr zu geben. Irgendetwas mit „Sonne“ heißt es immer noch, ist aber nur noch ein besseres Cafe, und immer zu wenn wir vorbeikommen. Wir gehen aber zunächst in den Ort hinein, wo die Platia bei der Kirche Pantanassa eher leer wirkt. Hier haben wir unser erstes griechisches Osterfest erlebt, mit viel Geböllere. Irgendwie hab ich den Platz anders in Erinnerung, aber das freistehende verzierte Tor eines alten Herrenhauses im Kastroviertel um die Kirche erkenne ich gleich wieder.

 

Die Läden öffnen hier erst um 18.30 Uhr wieder, oder auch gar nicht mehr…. Ein kleines Museum mit Ikonen soll er hier inzwischen geben, wir sehen es nicht, vermutlich ist es geschlossen (ist ja auch Sonntag), aber wir suchen auch nicht danach.

Von der Platia führt unser Weg durch die hübschen Gassen bergauf zum Wehrkloster Zoodochos Pigi. Ich finde den Ort gepflegter als früher, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Und in den Randbezirken hat es dann auch noch die Hühnerställe und das Gerümpel, die zeigen, dass hier ein normales dörfliches Leben gelebt wird, unabhängig vom Tourismus. Wobei wir einige Hinweisschilder auf Zimmervermietung hier sehen, man muss nicht ins feudale „Sun Set“ am Buswendeplatz.

Der Weg zum Kloster ist inzwischen in das sanfte Abendlicht getaucht, das bei mir in Verbindung mit weißen Kykladenhäusern immer einen Fotorausch auslöst. Auf dem Kamm stehen zwei Windmühlenreste, und weiter oben, nahe am Abgrund, ein nagelneues, entzückendes Kapellchen mit seitlichem Glöckchen. Wir wundern uns darüber, dass es hier neu gebaut wurde. Und stoßen bei näherem Hinsehen auf eine Tafel mit der Aufschrift, dass die Kapelle für den Dichter Odysseas Elytis gebaut wurde, einen von zwei griechischen Literaturnobelpreisträgern - dieser Tage hätte er seinen hundertsten Geburtstag feiern können. Und ich erinnere mich, dass die Insel Sikinos im letzten Lied seines bekanntesten Werkes „To Axion Esti“, brillant vertont von Mikis Theodorakis, erwähnt wird. Als letzte in einer Aufreihung von Inselnamen… Es war Elytis‘ letzter Wille, eine Kapelle für die Gottesmutter mit Blick auf die Ägäis zu bauen: auf der Insel Sikinos, auf der er aber nie war, weil er diese Insel für authentischer, unberührter, reiner hielt als alle anderen.

Nun hat man die Kapelle, geweiht der Panagia i Pantochará, gebaut und erst in diesem Sommer eröffnet. Klarheit und Transparenz wollte Elytis – und das strahlt dieses Kirchlein an diesem wunderschönen Platz mit Blick auf Paros auch aus.

Wenige Stufen später erreichen wir das Wehrkloster. Leider ist es geschlossen, aber da es lange nicht mehr bewohnt ist, haben wir damit gerechnet. Die hohen Mauern sind vorne weiß angestrichen (und werden bei Nacht angestrahlt, leuchten hinunter bis Alopronia), auf der Rückseite ist die Mauer aber unverputzt, die Kuppel der Kirche ragt darüber hinaus. Schade, ich wäre schon gerne mal rein.

Unter uns liegt die Chora, rechts fällt die Steilwand ab, und die Lage erinnert schon verdammt an Folegandros mit seiner Panagia-Kirche. Aber Folegandros ist inzwischen zum Rummelplatz mit allen möglichen und unmöglichen Segnungen für Touristen geworden, während Sikinos sich tatsächlich einiges von er Elytis‘schen Ursprünglichkeit bewahrt hat.

Mit der untergehenden Sonne und in Begleitung einer einäugigen Katze steigen wir wieder hinab in den Ort, ein Hauch von Abendrot verheißt uns für morgen weiterhin schönes Wetter.

Das in diversen Reiseführern empfohlenen Lokal „To Steki tou Garbi“ ist geschlossen, „Sto Samarà“ ist eher ein Kafenio, und das „Kápari“ unserer Wirtsleute haben wir nicht entdecken können. Ist aber wohl auch nur ein Café. Geöffnet ist das unter Weinranken in einer Gasse liegende „Klimatariá“ (=Weinlaube). Wir bestellen Hühnchen, Fava, Favakroketes, Kolokithokeftedes und einen Liter einheimischen Weißwein dazu – schmeckt gut! Die Zahl der Katzen unter den Tischen wächst während des Essens beachtlich an, sie bekommen auch etwas ab, weil die Portionen reichlich sind. Die Rechnung beläuft sich auf 35 Euro für drei Personen, und der Quittung entnehme ich überrascht, dass die Minimarkt-Besitzerin und Zimmervermieterin Flora auch die Besitzerin dieser Taverne ist. Bei nur gut zweihundert Einwohnern auf der ganzen Insel bleibt genug Arbeit für jeden, scheint mir.

 

Um 22 Uhr fahren wir mit dem Bus wieder hinunter nach Alopronia. Und haben beschlossen, morgen zum Heroon zu wandern.

Kleine Ergänzung zu Odysseas Elytis:

Diesen ausführlichen Text über ihn (und die "Isolomania") anlässlich seines 100. Geburtstag hab ich in der NZZ vom 5.11.2011 gefunden: "Der Schaumgeborene"