Im Süden

Mein erstes Ziel hinter Digaleto ist der bodenlose See von Avithos. In einer engen Kurve vor Agios Nikolaos weist ein Schild den Weg über eine mäßige, aber nur kurze Zufahrtsstraße. Zwei Auto parken auf dem spärlichen Parkplatz. Ich zwänge das Auto in etwas Teilschatten am Rand, schnappe Rucksack und Wasserflasche und sehe mich um. Wo geht es denn nun hin? Eine Gruppe Leute kommt und strebt den Autos zu. Offenbar vom See. Nur zwei Minuten und noch durch ein Drahttor, und dann stehe ich vor dem See. Oder dem was man davon erkennen kann. Denn die Bezeichnung ist maßlos übertrieben: allenfalls ein Weiher liegt vor, eingesäumt von blickdichtem Schilf und einem rostigen Drahtzaun, die die kleine Wasseroberfläche nur erahnen lassen. Und bodenlos ist der Weiher auch nicht, wie man heute weiß: nur zehn Meter tief. Bei der mickrigen Oberfläche finde ich das immerhin beachtlich - der Weiher scheint fast so tief wie breit. Der Tümpel wird gespeist von einer unterirdischen Quelle mit Wasser vom Enos, immerhin. Gut, das habe ich in fünf Minuten gesehen. Zurück zum Auto kommt mir ein Mann mit kleinem Kind entgegen und fragt nach dem See. Offenbar hat auch er falsche Vorstellungen, denn er scheint Badesachen dabei zu haben. Na, dann viel Spaß!

 

Weiter schlängelt sich die Hauptstraße das schöne Tal hinab, als ein neuer Wegweiser links nach Monastiraki zeigt. Monastiraki = Klösterlein? Klingt gut, denn ich möchte zu einem Kloster. Das Kloster Iperagias Theotokou Atrou (der Allerheiligesten Muttergottes vom Atros) liegt östlich am Hang des 900 Meter hohen Berges Atros, auf der Höhe und nur über einen anscheinend sehr schlechte Piste von Poros zu erreichen. Ich halte an und studiere meine Anavasi-Landkarte. Tatsächlich liegt Monastiraki am Atros, und in der Karte ist ein Fußweg von Monastiraki zum Kloster Theotokou Atrou eingezeichnet. Ist einen Versuch wert, und so steuere ich meinen Mietwagen nun langsam die engen und schmalen Haarnadelkehren nach Monastiraki hoch. Vor einer Kirche an einem kleinen Platz endet die Straße. Ein Bauernhof, ein paar Ruinen - sehr überschaubar, das Ganze, der Diminutiv passt. Aber die Kirche ist geöffnet, jemand ist drinnen zugange. Ich ziehe die Wanderstiefel an, und mache mich an die Wegsuche. Hinter der Kirche sieht es noch ganz gut aus, aber schon wenig später wird es schwierig: waldig und dornig. Der Maßstab meiner Karte ist zu groß, meine App hat hier keinen Weg verzeichnet, und beschildert ist schon gleich gar nichts. Mhh, nicht gut. Ich kehre zur Kirche zurück, wo eben noch ein Auto mit zwei jungen Frauen angekommen ist. Vielleicht die Vorbereitungen für ein Mnymosyno? Ich werde keines Blickes gewürdigt, frage aber schließlich den Mann, der aus der Kirche auftaucht, ob es einen Weg zum Atros-Kloster gäbe. Ja, schon, aber der wäre völlig zugewachsen und nicht zu empfehlen. Ich solle die Piste von Osten nehmen wenn ich zum Kloster wolle. Klare Aussage, ich folge der Empfehlung und fahre wieder hinab ins Tal und weiter bis Tzanata.
Die mykenischen Gräber, die es dort gibt, sollen allerdings zur Zeit geschlossen sein. Ich probiere es trotzdem und fahre durch einen lichten Wald bis zum Parkplatz. Immerhin ist das Kuppelgrab (Tholos) das größte in dieser Gegend Griechenlands, und ein Kammergrab gibt es auch noch. Die dort geparkten zwei Autos lassen mich kurz hoffen, dass man die 3.350 Jahre alten Gräber vielleicht doch wieder ansehen könnte, aber das Pförtnerhäuschen ist nicht belegt und das Gelände verschlossen. Doch zu. Schade.

Weiter Richtung Poros. Schon nach kurzer Zeit zweigt links die offizielle Straße zum Kloster Atros ab, der ich folge. Zunächst noch befestigt, bei den zwei Häusern von Riza wechselt der Belag zu Schotter. Nicht so schlecht und schmal, dass ich das Auto abstellen würde, zumal es von hier aus noch 400 Höhenmeter sein dürften, und sich die Wärme des Mittags inzwischen bemerkbar macht. Das ändert sich einen KiIometer später: die Piste hat nun mehr Wellen und Löcher, und ich Angst um den neuen Mietwagen. In einer Haarnadelkurve bei einem Telekommunikationsmasten stelle ich ihn doch lieber ab. Die Aussicht nach Osten, zum Festland ist schön, und auch der Hafenort Poros liegt mir zu Füßen.

Ich packe meinen Rucksack und überlege, wie lange es wohl noch zum Kloster ist, als mit von oben eine Staubwolke entgegenkommt: ein Mietwagen, dem ein Touristenpaar entsteigt. Es sind Holländer, und ich frage ihn, ob sie beim Kloster waren und wie weit, und wie die Straße sei. Nein, sie hätten vorher umgedreht, seine Frau hätte wegen der löchrigen Straße protestiert. Noch nicht mal gesehen hätten sie das Kloster. Ok, dann ist das wohl weiter als gedacht. Trotzdem mache ich mich frohgemut auf den Weg und tauche bald in Wald ein. Im Zickzack führt der Weg aufwärts, kreuzt einen Taleinschnitt, in dem vielleicht eine Direttissima aufwärts führt. Die wäre aber wohl recht steil und bewachsen, also bleibe ich lieber auf der Piste. Die ist nicht so schlecht wie befürchtet, wäre schon befahrbar gewesen. Aber ich will ja auch wandern.

 

Nach einer halben Stunde, in der ich niemandem begegne, kann ich dann in einer Kurve vor und über mir die Front eines breiten Gebäudes mit Arkaden sehen. Das muss das Kloster sein. Nach weiteren zehn Minuten öffnet sich der Wald zum offenen Gelände, ich bin auf 530 Metern Höhe und am Ziel angelangt: Vor mir verteilen sich verschieden Teile des Kloster der Theotokou Atrou: links das offenbar neue Wohnhaus mit den Arkaden (im Plan vor Ort als "Abtei" bezeichnet), rechts verschiedene, älter aussehende Gebäude in unterschiedlichen Zerfallszuständen, überragte von einem turmartigen Haus.

Moni Theotokou Atrou ist das älteste Kloster Kefalonias und wurde bereits 1264 erwähnt. In den Jahrhunderten wurde es mal von Mönchen, mal von Nonnen bewohnt, und natürlich - wir sind ja auf Kefalonia - immer wieder von Erdbeben mehr oder weniger stark zerstört.

Laut Reiseführer von 2020 wird es von zwei gastfreundlichen Mönchen bewohnt. Dann hoffe ich mal, dass die auch anwesend sind. Ein Jeep steht vor der Abtei, es muss also jemand da sein. Vielleicht der Mann, den ich vor mir über das Gelände streunen sehe? Nein, er trägt ziviles Habit, und ist, wie ich merken werde, auch nur ein Besucher, der wie ich zu Fuß gekommen ist.

 

Im Hühnerstall ist Bewegung, und auch eine einzelne Katze huscht über die Mauern, aber kein Mönch. Vielleicht schon Mittagspause: es ist halb eins vorbei. Egal, ich kann mir das auch alleine angucken. Der Hauptweg führt vorbei an der Abtei und der Kapelle zum Wohnturm. Alles ist zu, leider. Hinter dem Wohnturm führt ein gepflasterter Weg durch ein Tor auf den Aussichtshügel, der von einem hohen schlanken Kreuz überragt wird. Die Aussicht ist hier noch besser als unten, wo ich das Auto geparkt habe. Ich setze mich hin und packe ein spärliches Vesper aus, das ich mir als Notreserve mitgebracht habe. Ein schöner Ort hier, und die Wanderung wert.

Das Panigyri hier findet alljährlich am 7. September statt, dann sollen viele Menschen hierher pilgern und feiern.

 

Neugierig suche ich nochmals überall, ob nicht doch ein Gebäude offen ist. Aber nur die Ruine der ehemaligen Bäckerei neben der Kirche erlaubt Einblicke. Ich fülle meine Trinkflasche am Wasserhahn neben dem Ziehbrunnen auf und mache mich dann wieder auf den Weg hinab. Der andere Besucher folgt mir bald.

Um Viertel vor zwei bin ich wieder am Auto. 4,2 Kilometer und 235 Höhenmeter je auf und abwärts attestiert die App die Gehstrecke, die ich in ungefähr einer Stunde bewältigt habe. Über die Holperpiste zurück zur Hauptstraße und dann durch ein Schlucht nach Poros, wo ich das Auto an der kleinen Parkanlage an der Paralia abstelle. Die Fähre "Fior de Levante" kommt gerade von Kylini und legt am Hafen östlich des Ortes ab.

Ein Bummel entlang des Ufers mit Begutachtung der gastronomischen Einrichtungen und der nahen Strände kann mich nicht so recht für den Ort einnehmen. Ich hätte Lust auf ein Eis oder einen Kuchen, und lande schließlich bei "Pantelis", wo ich einen Nusskuchen mit Eis bestelle. So gestärkt setze ich die Weiterfahrt fort, immer auf der Küstenstraße gen Süden. Das Ufer zur linken Seite ist felsig und übersät mit trockenem Seegras. Ich würde ja schon gerne noch baden gehen, aber das hier ist nicht einladend. Vielleicht wird es bei Skala einladender?

Das wird es tatsächlich. Insofern, als die Strände sandiger und gepflegter werden. Und voller. In Skala, einem recht zersiedelten Tourismus-Ort ist in Strandnähe kaum ein Parkplatz zu bekommen. Ist das hier die berüchtigte Engländer-Ecke? Ich habe keine Gelegenheit, es zu überprüfen, denn was ich sehe, lässt mich aufs Gas drücken. Und zwar bergwärts, ins Hinterland, das sich wesentlich beschaulicher zeigt. So wechsle ich wieder auf die Südseite der Insel und erreiche hoch über dem Meer über Alimata, Pastra und Kremidi schließlich Markopoulo. Markopoulo? Da war doch was?

 

In Markopoulo in der Kirche Panagia Lagouvarda (und im benachbarten Ort Arginia) findet alljährlich um Mariä Entschlafung ein Panigyri statt, an dem Dutzende von kleinen Schlangen teilnehmen. Die bissigen, aber ungiftigen Europäische Katzennattern erscheinen um den 6. August, und verschwinden nach dem Fest am 15. August wieder. Der Legende zufolge baten im 12. Jahrhundert die Nonnen des Klosters die Muttergottes bei einem Piratenangriff um Hilfe. Die Panagia verwandelte sie in Schlangen, vor denen die Angreifer die Flucht ergriffen. Ob die Nonnen wieder ihre menschliche Gestalt zurückerhielten, ist nicht überliefert, aber seither wird das Auftauchen der Schlangen - sie tragen ein kleines, schwarzes Kreuz auf dem Hinterkopf - als Zeichen des Glückes interpretiert und gefeiert. Bleiben die Tiere aus, gilt das als schlechtes Omen (1953, im Jahr des schweren Erdbebens, blieben die Tiere aus, und während der deutschen Besatzung).

Die Kirche wird deshalb auch Panagia Fidousa genannt, Muttergottes der Schlangen. Nichts für Ophidiophobiker, aber diese Erscheinung wäre schon mal einen Besuch im August wert. Wenn es da nicht so voll, heiß und teuer wäre ....

Ob Menschen dabei nachhelfen? Ja schon, denn sie sammeln die Tiere ein und bringen sie in Behältern in die Kirche, wo sie gesegnet werden und die Menschen sie als Zeichen ihrer Zahmheit anfassen und streicheln können. Ob sie sie das restliche Jahr irgendwo versteckt halten? Tss, wer würde denn das Wunder auf so profane Weise in Zweifel ziehen? Eine natürlicher Erklärung wäre, dass im August die Paarungszeit der Schlangen ist, und sie sich auffälliger verhalten als sonst. Und vielleicht hat der Glaube an die Tiere schlicht verhindert, dass sie, wie fast überall sonst in Griechenland, bei Auftauchen erschlagen, überfahren oder sonst wie getötet werden, und sich ungestörter vermehren können.

 

Nun, im September, sind die Schlangen natürlich längst wieder verschwunden. Dennoch stelle ich das Auto in der Ortsdurchfahrt ab, als ich am Straßenrand einen Glockenturm sehe, und darunter eine gepflegte Kirchenanlage, zu der eine breite Rampe hinab führt. Das Mosaik über dem Portal zeigt die Panagia mit Schlangen in den Händen und erinnert etwas an die minoischen Schlangengöttinnen. Aber nur etwas, denn natürlich hat die Muttergottes züchtig ihren Busen und ihre sonstige Erscheinung verhüllt, was man von den Minoerinnen nicht behaupte kann.

Die Kirche ist neu, geöffnet und prächtig ausgemalt. Eine Frau sitzt in der Ecke, verkauft Devotionalien und Bücher über das Schlangenmysterium . Ein kühles Getränk würde man wohl auch bekommen, am Rande des Friedhofes gegen über des Portales stehen Stühle. Aber ich muss weiter, so allmählich nähere ich mich meinem Tagesziel.

Vorher möchte ich mir noch das alte Kloster Sision ansehen. Es liegt sieben Kilometer weiter unterhalb der Hauptstraße, die hier auf 200 Höhenmetern oberhalb der Küste verläuft.

Auch in Sision - der Name soll von Franz von Assisi kommen - gibt es ein neues Kloster mit guter Zufahrtsstraße Richtung Küste, während das alte Kloster aus dem 13. Jahrhundert nach dreihundert Metern über eine Piste zu erreichen ist. Leider, oder zum Glück, ist es komplett eingerüstet und abgesperrt. Renovierungsarbeiten. Durch den Bauzaun kann man den eine oder anderen Blick erhaschen, mehr aber auch nicht. Ob ich noch zum nahem Strand hinab soll? Schon die paar Meter vom neuen zum alten Kloster haben mich mächtig erhitzt, und das Meer liegt hundert Meter tiefer. Die ich natürlich nach dem Bad wieder hinauf müsste. Diese Höhenstufen sind für Unmotorisierte eines der Probleme der hiesigen Südküste, wie ich bald noch heftiger erfahren werden.

Ich folge der Hauptstraße, erreiche Simotata und versäume, links nach Lourdata abzubiegen. In Vlachata erkenne ich meinen Irrtum, suche und finde schließlich eine unscheinbare und steile Abzweigung hinab nach Afrato und Trapezaki, wo zwei bis drei Geländestufen tiefer mein Quartier für die nächsten neun Tage (oder mehr Nächte) liegt. Trapezaki, Afrato, Agios Stefanos - das sind alles Namen für Scheindörfer: touristische Streusiedlungen ohne gewachsenen Kern und im Winter weitgehend unbewohnt. Die Kefaloniaer bleiben dann oben an der Hauptstraße am Rand des Enos, in Vlachata, Karavados oder Mousata. Das touristisch zersiedelte Land darunter könnte hier nun sehr hässlich aussehen, tut es aber mitnichten, denn die ziegelgedeckten Häuser sind eher klein, hübsch in Beige, Ocker, Himmelblau oder Rostrot gestrichen, maximal zweigeschossig, und mit jeder Menge Grün von Oliven- und Obsthainen umgeben. Mein Quartier ist das "Afrato Village" auf der ersten und untersten Stufe über dem Meer, am Ende einer verzweigten Stichstraße.

Ich fahre zweimal vorbei ehe ich die Zufahrt entdecke, die weiter bergab zur Küste führt.

 

Zwei beige, zweigeschossige Häuser mit je sechs oder sieben Apartments, Terrasse und Pool. Nur zweihundert Meter vom Strand entfernt. Allerdings auch 70 Höhenmeter, und einen direkten Zugang zum Meer gibt es nicht. Was ich aber vorher wusste. Nun parke ich auf dem kleinen Parkplatz und sehe mich vergeblich nach der Rezeption um. Wo ist denn mein Apartment? Schließlich finde ich im Mail-Postfach eine Nachricht meines Wirtes Michael/Michalis vor: linkes Haus, Nummer 15 wäre meines, der Schlüssel stecke. Ich betrete ein sehr großzügiges Zimmer mit Küchenecke, Essplatz, riesigem Kühlschrank und Terrasse mit Blick über die Küste bis Zakynthos. 50 Euro bezahle ich pro Nacht, und bin mit meiner Auswahl sehr zufrieden. Allerdings gibt es in unmittelbarere Umgebung weder Taverne noch Laden, und auch keinen noch so kleinen Shop im "Afrato Village". Der Aufenthalt hier könnte gehintensiver werden als gedacht.

Das Auto habe ich nämlich nur noch bis morgen Abend. Im Vorfeld hatte ich erwogen, mir für die Zeit ohne Mietwagen ein Fahrrad zu leihen. Angesichts des Geländes voller Höhenunterschiede verwerfe ich diesen Gedanken nun ganz schnell wieder.

Schnell verfrachte ich meine Vorräte im Kühlschrank und beschließe, angesichts der doch größeren Entfernung von Supermärken oder Bäckereien schnell einen Großeinkauf an Flüssigem (das Leitungswasser werde ich trinken) zu machen. Und ein Bad im Meer - das hat ja den ganzen Tag noch geklappt.

Die Topografie dieser Gegend mit zahlreichen Zufahrtstraßen habe ich noch nicht durchschaut und verfahre ich mich gnadenlos im Straßenwirrwarr. Entdecke aber schließlich den Wegweiser zum Trapezaki-Strand. Die Straße windet sich durch ein hügeliges Wäldchen und endet an einem winzigen Hafen. Östlich davon verläuft ein schmaler Uferstreifen mit Sand und Felsen vor der aufsteigenden Küste. Oben auf dem ersten Hügel liegt irgendwo mein Quartier, dahinter ragt hoch der Enos auf. Westlich ist der überschaubare Badestrand vor dem Nadelwald, am linken Rand mit einer Reihe Schirme und Liegen, Umkleidekabine, und der Bude eines Strandcafés. Nicht superschön, aber für ein schnelles Bad im Meer gut geeignet. Es ist schon 18 Uhr vorbei, und nach dem Bad spüre ich die abendliche Frische der Luft. Nun noch einkaufen.

Irgendwie finde ich die Ebene (plus zwei von mir aus) mit mehreren Minimärkten unterhalb von Vlachata und oberhalb von Lourdata. Nicht die preiswertesten Läden, aber egal. Wenn ich morgen noch einen Supermarkt der größeren Ketten passiere, kann ich ja dort noch ergänzen. Eine Bäckerei sehe ich leider gar nicht, die scheint es nur an der Hauptstraße auf der höchsten Ebene (180 Meter) in Mousata und Vlachata zu geben. Da lande ich danach prompt wieder - es wird noch etwas dauern, bis ich die Wegführung im weiteren Umfeld durchschaut habe.

Zum Glück aber gibt es 15 Minuten zu Fuß (auf Ebene zwei) zwei Tavernen und ein Café. Die wechseln sich ab: Das Café hat tagsüber geöffnet und schließt am Abend, wenn die Tavernen öffnen. Nördlich der Straße das "Gefiri", direkt gegenüber das "Veramente". Das "Gefiri" ist voll - ich müsste warten bis ein Tisch frei ist, und das könnte dauern. Hoppla, was ist denn hier los? Das Restaurant ist eigentlich ziemlich groß.... Zum Glück ist im "Veramente" gegenüber noch genug frei, sowohl auf der Dachterrasse als auch auf der Terrasse neben dem Haus. Ich setze mich windgeschützt neben das Haus - es hat doch abgekühlt. Und bestelle geschmortes Lamm mit Reis und Kartoffeln. Eine köstliche Portion, dazu ein Glas Wein und Wasser. Ausgezeichnet, und für zwanzig Euro preislich absolut in Ordnung.

 

Übermorgen geht es dann ins Kajak. Die Kajak-Basis haben ich vorher passiert, sie liegt zehn Minuten von meinem Quartier entfernt. Das passt also. Und morgen möchte ich auf die Paliki-Halbinsel.