Palermo - Panormos

 

Der Winter bei uns schien kein Ende zu nehmen und Resturlaub war zu nehmen, bis Ende März. Die Frage war: Wohin?

In den Süden, klar.

 

Mit einen unschlagbaren Angebot für Flug und fünf Nächte im 3-Sterne-Hotel fiel unsere Wahl auf Palermo. Vor 19 Jahren war ich mal da gewesen, im Rahmen einer Sizilien-Rundreise. Die Mosaiken, die arabisch-normannische Baukunst, die griechischen Tempel, die Küche - verlockend. Und die Sonne natürlich. Von mafiösen Anmerkungen liessen wir uns nicht irre machen.

 

Der Flug erfolgte mit AirBerlin, und unser Hotel war das Hotel "Tonic" in der Altstadt von Palermo. Mit beidem waren wir sehr zufrieden.

 

Zeit hatten wir gut 5 Tage.

Und legten nach der Ankunft erst mal los:

Kathedrale, Normannenpalast mit Palatinskapelle, San Giovanni degli Eremiti.

Am nächsten Tag durch den bunten Vucciria-Markt zum Garibaldi-Park mit den riesigen Gummibäumen und den irren Luftwurzeln.

Deprimierende Hinterhöfe. Marode Bausubstanz.

Weiter zu La Martorana und San Cataldo.Tolle Mosaiken!

 

Wahnsinnig, der Verkehr! Die Motorroller, die überall durchdrücken! Fast wie ein Corso. Hauptverkehrsachsen, nur zweispurig. Schmale Gehwege.

Am Nachmittag mit dem Bus Stop and Go hinaus nach Monreale.

Zuerst den Kreuzganz besichtigt, dann die Mosaiken in der Kathedralen.

Absoluter Wahnsinn!

(Zur Beleuchtung reichlich 1-Euro-Stücke mitbringen!)

Alle Kapitelle des Kreuzganges kann man übrigens hier ansehen: http://cenobium.isti.cnr.it/

Am Donnerstag fuhren wir mit der Bahn nach Segesta. 2 Stunden braucht die klapprige Bahn für die 70 Kilometer.

Gut drei Stunden Zeit hatten wir dort, ausreichend zur Besichtigung des elymerischen Tempels und des griechischen Theaters nächst Agora und Co. Und alles in blühender Blumenwiese.Schön!

 

Kurz vor 15 Uhr dann wieder zurück - die Bahnverbindungen sind recht ausgedünnt (und man kann sie auch unter www.bahn.de recherchieren).

 

Kleiner Tipp am Rand: EU-Bürger über 65 Jahren haben in Italien sehr oft freien Eintritt in Museen, Ausgrabungen und Kirchen. Den Ausweis nicht vergessen als Nachweis!

Zurück in Palermo waren wir dann noch im Marionettenmuseum.

 

Und am nächsten Tag in der Kapuziner-Katakombe (Fotografien verboten, verbietet sich sowieso) - sehr morbide! Etwa 8.000 mumifizierte Leichname sind zu sehen - nach 10 Minuten will man nur wieder hinaus!

Dann ein wenig herumgeirrt auf der Suche nach "La Zisa". Nicht gefunden, dafür ungeschönte palermitanische Häuser und Viertel.

 

Am Nachmittag mit dem Bus zum Strandort Mondello.

Mh, also, nicht soo umwerfend, aber schon ganz schön viel Strandleben für Ende März.

Am Samstag ging es mit der Bahn nach Cefalu, eine Stunde Fahrtzeit entfernt.

Auch hier beeindrucken der Dom (das Pantokrator-Mosaik) und der Kreuzgang.

 

Anschliessend sind wir hinauf auf den Burgberg "La Rocca", 278 Meter hoch (ohne Bergschuhe, *schwitz*). Für die besten Aussicht auf Cefalú reicht allerdings die halbe Höhe.

Auf der Piazza vor dem Dom wurde gerade die Kulisse für ein Passionsspiel aufgebaut, es fand am Abend statt.

Und am Sonntag vor dem Rückflug nochmal zu La Martorana - Gottesdienst natürlich (Palmsonntag), und gleich drei Taufen.

 

Sehenswerte Stadt, Palermo!